Profiteure

Zusätzlicher Flugverkehr dient ausschließlich der Gewinnmaximierung

Der Flughafen München ist ausreichend dimensioniert, um alle Flugbewegungen der Region abwickeln zu können. Ein Erweiterungsbedarf besteht nur deshalb, weil zusätzlich immer mehr überregionaler und internationaler Flugverkehr über München II als Flughafen-Drehkreuz abgewickelt werden soll. Anders ausgedrückt: Der Ausbau des Flughafen ist nur deshalb gewünscht, weil die Betreibergesellschaft und die Lufthansa zusätzliche Flugbewegungen generieren wollen, um dadurch ihren Profit zu mehren. Dies geschieht zu Lasten und auf Kosten von uns allen, die unter zusätzlichen Lärm und Wertverlust von Immobilien leiden müssen. Die Mobilität der Bewohner der Region wäre auch ohne diesen Ausbau gewährleistet. Wir fordern daher: Im Sinne der Anwohner und der vom Fluglärm belasteten Bevölkerung sind Grenzen des Wachstums zu ziehen. Der Flughafen München II muss nicht zum größten Flughafendrehkreuz ausgebaut werden, sondern die Betreiber müssen sich mit der bisherigen Kapazität begnügen.

Die Profiteure

Angesichts der enormen wirtschaftlichen Macht der Großflughäfen erstaunt es kaum, dass der Schutz vor Fluglärm in der Gesetzgebung und in der Verwaltung einen so geringen Stellenwert besitzt.

Flughafen München GmbH

Gesellschafter der Flughafen München GmbH (FMG) sind: * Freistaat Bayern (51 %) * Bundesrepublik Deutschland (26 %) * Landeshauptstadt München (23 %) Die Landeshauptstadt München hat angekündigt, dass sie ihren Anteil verkaufen möchte.

Deutsche Lufthansa

Nachdem die Deutsche Lufthansa am Flughafen Frankfurt an die Grenzen des Wachstums gestoßen ist, versucht sie den Flughafen München II zu Ihrem größten deutschen Drehkreuz auszubauen. Über diverse Gesellschaften ist die Deutsche Lufthansa mit 40% am Terminal 2 des Münchner Flughafens beteiligt und hat sich so das ausschließliche Nutzungsrecht für dieses Terminal mit einer Kapazität von 25 Mio. Passagieren gesichert.